{"id":605,"date":"2025-10-31T09:23:53","date_gmt":"2025-10-31T09:23:53","guid":{"rendered":"https:\/\/paukert.ch\/new\/?p=605"},"modified":"2026-03-19T10:49:20","modified_gmt":"2026-03-19T10:49:20","slug":"xmas-brauchtum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/paukert.ch\/new\/2025\/10\/31\/xmas-brauchtum\/","title":{"rendered":"Xmas Brauchtum"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/paukert.ch\/new\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/brauchtum2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-608\" srcset=\"https:\/\/paukert.ch\/new\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/brauchtum2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/paukert.ch\/new\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/brauchtum2-300x200.jpg 300w, https:\/\/paukert.ch\/new\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/brauchtum2-768x512.jpg 768w, https:\/\/paukert.ch\/new\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/brauchtum2.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>ITALIEN<\/strong><br>In Italien werden um die Weihnachtszeit verschiedene Feste gefeiert. Am 6.Dezember kommt San Nicola, am 13. Dezember beschenkt Santa Lucia die Kleinen, am 25.Dezember wird Il Bambinello Gesu (Christkind) \u00fcberall in Italien gefeiert, und am 6. Januar freuen sich alle Kinder auf La Befana (die gute Hexe).<br>Am 6. Dezember finden die Kinder die Geschenke von San Nicola vor der T\u00fcr des Schlafzimmers. San Nicola ist nicht wie in Deutschland als Bischof gekleidet und besucht auch nicht die Kinder in den Familien.<\/p>\n\n\n\n<p>Santa Lucia lebte nur in der Phantasie und im Herzen der Kinder. Die Heilige Lucia wurde im Jahre 281 in Sizilien geboren, sie vermachte ihr ganzes Verm\u00f6gen an die Armen. Noch heute wird an dem Tag &#8222;Torrone die poveri,&#8220; eine Mahlzeit f\u00fcr die Armen vorbereitet. Sie besteht aus Kichererbsen, die mit Zucker gekocht werden, bis daraus eine feste Masse ent- steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 25. Dezember kommt dann endlich Il Bambinello Gesu (das Jesuskind), meist fr\u00fch am Morgen. Wenn die Kinder aufstehen, finden sie ihre Geschenke vor der T\u00fcr des Schlafzimmers oder unter dem Tannenbaum neben der Krippe. Verschiedene Formen von Fest und Feier haben sich in den Regionen Italiens eingeb\u00fcrgert. In manchen Gegenden wird ein Olivenbaum gef\u00e4llt und f\u00fcr das Feuer im Kamin bereit gehalten. In Rom und Neapel tragen die Kinder einen gro\u00dfen Stern aus Pappe \u00fcber einer kleinen beleuchteten Krippe von Haus zu Haus. Die wohl ber\u00fchmteste Krippe ist in Rom, das Santo Bambino (Seite 38 und 39) Und am 6. Januar kommt La Befana, die gute alte Hexenfigur der italienischen Kinder. Am Abend stellen die Kinder die Schuhe vor die T\u00fcr oder h\u00e4ngen ihre Str\u00fcmpfe vor den Kamin. La Befana fliegt von Dach zu Dach und durch die Schornsteine ins Haus hinein: F\u00fcr die artigen Kinder hinterl\u00e4sst sie S\u00fc\u00dfigkeiten, f\u00fcr die unartigen schwarze kohlen. La Befana sollte sich der Legende nach nicht schnell genug auf den weg zur Krippe gemacht haben und verpasste den Stern. Seit dem irrt sie auf der Welt nach der Suche nach dem Christkind. Sie hinterl\u00e4sst in jedem Haus ihre Geschenke, in der Hoffnung, dort das Christkind zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Portugal<\/strong><br>Weihnachten ist in Portugal das bedeutendste Fest des Jahres. Es wird in der Gro\u00dffamilie auf dem Land gemeinsam mit den Nachbarn gefeiert. In einigen D\u00f6rfern wird auf dem Platz vor der Kirche ein Baumstamm verbrannt, damit sich die Menschen nach der Mitternachtsmesse w\u00e4rmen k\u00f6nnen. In manchen Gegenden geht man von T\u00fcr zu T\u00fcr, spielt Akkordeon, Querfl\u00f6te, Gitarre oder Mandoline und singt Lieder zur Geburt des Christuskindes. Zur Mitternachtsmesse bringen die Menschen l\u00e4ndliche Produkte als Geschenk f\u00fcr das Christuskind mit. Sie legen sie vor die Krippe. Nach der Messe trifft sich die ganze Familie zum Weihnachtsfestmahl: Stockfisch, K\u00fcrbiskrapfen oder mit Zucker und Zimt best\u00e4ubte und \u00fcberbratenen Wei\u00dfbrotscheiben, Brotteigkrapfen, die gerade aus der Pfanne kommen, und ein Getr\u00e4nk, das aus Wein mit Honigrosinen und Zimt besteht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spanien<\/strong><br>Die Adventszeit verl\u00e4uft in Spanien sehr ruhig, daf\u00fcr gibt es in der Zeit zwischen dem 24 Dezember und dem 6. Januar verschiedene Feste, die sehr unterschiedlich begangen wer- den. Zu den traditionellen Weihnachtsbr\u00e4uchen geh\u00f6rt das Erscheinen des Olentzero (des K\u00f6hlers), der aus den Bergen ins Dorf kommt. Er wird von den Einwohnern des Dorfes auf den Schultern getragen. Weit verbreitet sind auch die Weihnachtsauff\u00fchrungen, wie z.B. der von Herodes angeordneten Kindermordes und das Fest der Me\u00dfdiener (Fiesta de Locosy Obissi Mos), bei dem ein Junge ausgew\u00e4hlt wird, der sich als Bischof verkleidet. In der Zeit vom 30.Dezember bis zum 1.Januar findet die Fiesta de la Coretta statt. Bei diesem Fest wird Brennholz gesammelt und eine Kiefer gef\u00e4llt. Diese wird dann geschm\u00fcckt in den Ort getragen und gesegnet. Ein weiterer H\u00f6hepunkt ist das Dreik\u00f6nigsfest (Dia de los Reges). Es wird ein biblisches Spiel (Corderados) aufgef\u00fchrt, und es gibt einen Umzug (Cabalgota de Reges).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Polen<\/strong><br>Zum Heilig Abend geh\u00f6rt in Polen die Weihnachtsobladen. Das sind gro\u00dfe eckige Back- opladen, meist mit einem aufgepr\u00e4gten Bild. Viele Aussiedler aus Oberschlesien kennen diesen Brauch. Tags\u00fcber wird gefastet, und Abends kommt die Familie zum Weihnachtsessen zusammen. Nach einer Suppe gibt es meist ein Fischgericht, wenn m\u00f6glich Karpfen. Ein zus\u00e4tzliches Gedeck steht auf dem Tisch: f\u00fcr einen Gast, der vielleicht unerwartet kommt. Die Familie versammelt sich bei Kerzenlicht um den Tisch, dann wird das Weihnachtsevangelium vorgelesen und gebetet. Nun teilen alle ihre Weihnachtsopladen unter- einander und w\u00fcnschen sich &#8222;Frohe Weihnachten&#8220;. Das Teilen der Obladen ist ein Zeichen daf\u00fcr, das die Familie das Leben miteinander teilen will. Es ist eine Geste der Liebe und der Vers\u00f6hnung. Dann setzen sich alle zum Essen. Und die Kinder hoffen unter ihrem Teller ein Geldst\u00fcck zu finden&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Niederlande<\/strong><br>Viel wichtiger als das Christkind ist f\u00fcr die Kinder in den Niederlande Sinterklaas. Der bringt am 6. Dezember, begleitet vom &#8222;Zwarten Piet&#8220;, seine Gaben. Um ihn freundlich zu stimmen, stellen die Kinder vor seiner Ankunft Wasser und eine Mohrr\u00fcbe oder Heu f\u00fcr sein Pferd auf den Kamin. Am f\u00fcnften Dezember wird ein gro\u00dfer Sack vor die T\u00fcr gelegt, den Sinterklaas dann mit seinen Geschenken f\u00fcllt. Einen ganz besonderen Empfang bereiten die Amsterdamer dem Heiligen. Vom Hafen zieht eine gro\u00dfe Prozession zum K\u00f6nigspalast, wo der Heilige von K\u00f6nigin Beatrix empfangen wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frankreich<\/strong><br>Auch in Frankreich lieferte fr\u00fcher Saint Nicolas seine Geschenke am 6. Dezember ab. Die Zeiten haben sich ge\u00e4ndert. Nicolas hat abgedankt. Die Geschenke bringt den franz\u00f6sischen Kindern in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember nun Pere Noel, ein Kollege des Weihnachtsmannes. Der kommt durch den Schornstein und legt seine Gaben in die bereit- gestellten Schuhe. Der Heilige Abend wird alles andere als besinnlich gefeiert. Es ist ein normaler Arbeitstag, der mit einem gro\u00dfen Essen in schillernd bunt dekorierten Restaurants und ausgelassenem Tanzen ausklingt. Festlich wird\u2019s erst am 25. Dezember. Dann werden auch die traditionelle &#8222;Foie Gras&#8220; (G\u00e4nsestopfleber) und der &#8222;Buche de Noel&#8220;, ein Kuchen mit Buttercreme in der Form eines abges\u00e4gten Baumstammes, serviert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>England<\/strong><br>Gut, wer gro\u00dfe F\u00fc\u00dfe hat &#8211; in England werden traditionsgem\u00e4\u00df am Weihnachtsabend die Str\u00fcmpfe an den Kamin geh\u00e4ngt. Durch den schl\u00fcpft Santa Claus in der Nacht vom 24. Auf den 25. Dezember und versteckt darin seine Geschenke. Zum traditionellen Weihnachtsessen am 25. Dezember geh\u00f6ren f\u00fcr die Briten der mit Brot und Hackgemisch oder sauren \u00c4pfeln und Backpflaumen gef\u00fcllte Truthahn, Plumpudding und Eierpunsch Beim Schmausen lieben es die sonst so steifen Engl\u00e4nder etwas ausgeflippt: Alle tragen Papph\u00fctchen und lassen Knallbonbons platzen. Gegen 15 Uhr versammelt sich die Familie dann vor dem Fernseher. Um der 10min\u00fctigen Ansprache der Queen ans Commonwealth zu lauschen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Estland<\/strong><br>Gnome beschenken in Estland in der Adventszeit die Kinder mit S\u00fc\u00dfigkeiten und Fr\u00fcchten. Kurz vor Weihnachten reinigen die Frauen die Besen in Haus und Hof besonders gr\u00fcndlich. Denn Hexen und Teufelchen, die um diese Zeit ihr Unwesen treiben, benutzen diese als Flugger\u00e4te. Schmutz und Dreck darauf w\u00fcrden die ansonsten ganz netten \u00dcberflieger zu \u00fcblen Streichen verleiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Norwegen<\/strong><br>Ein einziger Festschmaus ist die Adventszeit bei den Norwegen. Beim &#8222;Julbord&#8220; werden Verwandten und Freunden bis zu 60 verschiedene Leckereien aufgetischt. In der Weihnachtsnacht stellen die Kinder f\u00fcr den &#8222;Julmann&#8220;, der mit seinen Geschenken aus Lappland anreist, eine Sch\u00fcssel mit Gr\u00fctze ans Fenster. Sie soll eine Art &#8222;Bestechung&#8220; sein f\u00fcr die Weihnachtswichte die &#8222;Julnissen&#8220;, die dem Julmann helfen. Gibt\u2019s keine Gr\u00fctze, machen die Wichtel jede Menge \u00c4rger.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Griechenland<\/strong><br>In der Nacht zum 1. Januar legt der heilige Vassilius in Griechenland die Geschenke f\u00fcr die Kinder vor das Bett. F\u00fcr die Familie gibt es an diesem Tag einen Kuchen, in den eine Goldm\u00fcnze eingebacken wird. Wer sie findet, hat das ganze Jahr \u00fcber Gl\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kenia<\/strong><br>Lustig gefeiert wird an Weihnachten in Kenia im Kreis der Familie. Am Heiligen Abend trifft man sich zu einem gro\u00dfen Festmahl. Danach haben die Kinder zu tun: Sie m\u00fcssen das Haus reinigen, dekorieren und das Essen f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag vorbereiten. Am Morgen des 25. Dezembers wird eine Ziege geschlachtet, deren Fleisch in der Familie verteilt wird. Danach geht man von Haus zu Haus, um \u00fcberall fr\u00f6hliche Weihnachten zu w\u00fcnschen und Geschenke auszutauschen. Zum Ausklang des Festes wird bis in den Morgen ausgelassen getanzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Australien<\/strong><br>Von wei\u00dfen Weihnachten k\u00f6nnen die Australier nur tr\u00e4umen. Denn bei ihnen ist an Weih- nachten Hochsommer. Tannenb\u00e4ume sind selten und teuer, deshalb stellt hier fast jeder einen Plastiktannenbaum auf oft schon am 15. Dezember. Der Hitze wegen verlegen die Familien das Feiern nach Drau\u00dfen. Man trifft sich auf Wiesen, im Wald oder am Strand, wo man dann bis in die Nacht beieinander sitzt, Weihnachtslieder singt und Lagerfeuer entz\u00fcndet. Dabei ist der Weihnachtsmann immer mit von der Partie. Die Geschenke gibt es am Morgen des 25. Dezembers. Am n\u00e4chsten Tag treffen sich Freunde und Verwandte beim gro\u00dfen Truthahn-Picknick.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kolumbien<\/strong><br>In Kolumbien beginnen am 14. Dezember die Weihnachtsfeierlichkeiten. Die ganze Familie wandert mit Freunden in den Wald, um Moos f\u00fcr die Krippe zu sammeln, die an diesem Tag schon aufgestellt wird. Bei Anbruch der Dunkelheit wird zu Hause zusammen gebetet, dann gefeiert, musiziert und Weihnachtslieder werden gesungen. Die Feier hat um Mitternacht ein Ende, wiederholt sich an jedem der neuen Tage bis zum Heiligen Abend. An diesem wird nach der Mitternachtsmesse mit Feuerwerk, Tanz auf der Stra\u00dfe und gutem essen und Trinken gefeiert. Beschenkt werden nur die Kinder, und zwar mit Kleinigkeiten und S\u00fc\u00dfigkeiten, die die Erwachsenen in der Nacht unter den Betten der Kinder verstecken, so da\u00df diese sie am Morgen des 25. suchen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mexiko<\/strong><br>Mit den spanischen Erobern kamen vor 300 Jahren auch die Weihnachtsbr\u00e4uche ins Land der Inkas und Azteken. Doch ein Teil ihrer eigenen Tradition konnten die Ureinwohner den Augustinerm\u00f6nchen unterjubeln. So wurden die Feste um die Ankunft des Gottes Huitzilopochtli sp\u00e4ter zu Ehren von Josef und Maria gefeiert. Dazu geh\u00f6ren die &#8222;Psadas&#8220;. Bunte Umz\u00fcge, bei denen die Herbergssuche nachgestellt wird. Dazu gibt\u00b4s Jubel, Trubel, Feuer- werk und viele S\u00fc\u00dfigkeiten. Wichtigster Bestandteil des Festes: die Pinata, ein liebevoll mit Sternen und Figuren dekoriertes Tongef\u00e4\u00df, das mit Fr\u00fcchten und S\u00fc\u00dfigkeiten gef\u00fcllt und aufgeh\u00e4ngt wird. Ein Riesen-Spa\u00df f\u00fcr die Kinder, die mit verbundenen Augen den Topf zerschlagen d\u00fcrfen und alle leckeren Bonbons essen d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Russland<\/strong><br>Nach dem Julianischen Kalender feiert die russisch-orthodoxe Kirche am 6. Januar (entspricht dem 25. Dezember) die Geburt des Herrn. V\u00e4terchen Frost bringt hier die Gaben und wird in jedem Dorf mit Musik empfangen. Dazu gibt es Kuchen, die mit vielen Herzen verziert sind. F\u00fcr jedes Herz soll ein Traum in Erf\u00fcllung gehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Amerika<\/strong><br>Bunt gemischt wie die Bev\u00f6lkerung in den USA ist auch das Brauchtum. \u00dcberall aber bringt der Santa Claus mit seinem Rentierschlitten die Geschenke in der Nacht auf den 25. Dezember. F\u00fcr die Tiere stellen die Kinder am Weihnachtsabend Milch und Kekse bereit. Ein Mu\u00df sind beleuchtete Vorg\u00e4rten und der Truthahn f\u00fcr das Fest.<br>Ein besonderer Tag ist in der USA der Pilgertag am 21. Dezember. Die gl\u00fcckliche Landung der Pilgerv\u00e4ter wird mit einem Gericht gefeiert, in dem sich damals neuen unbe- kannten Zutaten wiederfinden, die der ersten Generation der sp\u00e4teren Amerikaner das Le- ben gerettet haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schweden<\/strong><br>Am Morgen des 13. Dezembers ist in Schweden der Tag der Lichterk\u00f6nigin. Die \u00e4lteste Tochter erscheint als Luziabraut in einem wei\u00dfen Kleid und einem Kranz aus Breiselbeerzweigen und brennenden Kerzen auf dem Kopf. Die &#8222;Lussibrud&#8220; weckt die Familie und serviert das Fr\u00fchst\u00fcck ans Bett. Zum &#8222;Julfest&#8220; an Weihnachten kommt auch hier der Weihnachtsmann, aber auch Julgei\u00df und Julbock geh\u00f6ren zum Fest. Wie das opulente Men\u00fc bis zu 38 G\u00e4ngen! Bei dem auch die &#8222;Julkorv&#8220;, eine besondere Bratwurst, serviert wird. Sie hat so gro\u00dfe Bedeutung, da\u00df sich auch K\u00f6nigin Silvia und ihre Familie dabei selbst an den Herd stellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie Marcos in Mexiko Advent und Weihnachten feiert<\/strong><br>Weihnachten ist mein Lieblingsfest. Nicht nur, weil wir unsere Weihnachtskrippe im Freien &#8211; inmitten unserer Pflanzung &#8211; aufbauen und alle sich daran beteiligen, sondern auch wegen der &#8218;posadas&#8216;. Ihr wi\u00dft nicht, was &#8218;posadas&#8216; sind? Dann will ich es euch erkl\u00e4ren. Als die ersten christlichen Missionare nach Mexiko kamen, versuchten sie, unseren Vor- fahren den Glauben durch Feste, Theaterauff\u00fchrungen und Spiele nahezubringen. Seitdem geh\u00f6ren die &#8218;posadas&#8216; zur Vorbereitung auf Weihnachten und zur Feier des Weihnachtsfestes. Zu Beginn der Adventszeit werden neun Familien ausgew\u00e4hlt, die in den neun Tagen vor Weihnachten f\u00fcr einen Tag und eine Nacht &#8222;los peregrinos\u2019, die Pilger, aufnehmen: die Statue des hl. Josef, die der Jungfrau Maria und des Engels. Es sind die gleichen Figuren, mit denen sp\u00e4ter die Krippe in unserer Kirche aufgebaut wird. Die Dorfgemeinschaft zieht betend und singend mit den &#8218;peregrinos&#8216; zum Haus der betreffenden Familie. Wo sie mit einem Wechselgesang mit dem Hausherrn Einla\u00df erbitten. Am Ende wird die T\u00fcr ge\u00f6ffnet und Herberge gew\u00e4hrt. Zuerst treten die Figurentr\u00e4ger ein. Die Statuen werden nach indianischen Brauch mit Blumenkr\u00e4nzen und Weihrauch begr\u00fc\u00dft und zu ihrem Ehrenplatz gebracht, einem blumengeschm\u00fcckten Hausaltar.<br>Das ganze Haus ist mit Blumen und Zweigen festlich hergerichtet. Der Fu\u00dfboden aus gestampfter Erde, Holz oder Stein ist dicht mit Kiefernnadeln bestreut, deren Duft das ganze Haus erf\u00fcllt. Die gastgebende Familie l\u00e4dt alle ein, sich hinzusetzen und auszuruhen. Dann erhalten die G\u00e4ste das traditionelle &#8218;aguinaldo&#8216; &#8211; eine Tasse Kaffee und ein St\u00fcck Brot -, zuerst die &#8218;peregrinos&#8216;, die ja die Hauptbesucher sind und danach alle anderen Besucher. Oft tun sich mehrere Familien zusammen, um das &#8218;aguinaldo&#8216; aufbringen zu k\u00f6nnen. Bevor die &#8218;peregrinos&#8216; am n\u00e4chsten Abend weiterziehen k\u00f6nnen, \u00fcberreicht der Hausherr dem Kirchenvorsteher eine &#8218;pi\u00f1ata&#8216;. Das ist eine bunte, aus Pappmasch\u00e9 hergestellte Phantasiefigur, die mit allerlei s\u00fc\u00dfen \u00dcberraschungen gef\u00fcllt ist. Sie wird f\u00fcr die Mitternachtsmette aufbewahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der heiligen Nacht versammelt sich die ganze Gemeinde um 24:00 Uhr vor der Kirche. Es werden Freudenfeuer und Feuerwehrk\u00f6rper abgebrannt, und mit dem &#8218;Baile de la Flor&#8216;, dem Blumentanz, beginnt die Mitternachtsmette. Nach der hl. Messe werden die Kirchenb\u00e4nke zur Seite ger\u00fcckt. Nun beginnt vor der Krippe das Geburtstagsfest f\u00fcr das Jesuskind. den H\u00f6hepunkt bildet das Knacken der neun &#8218;pi\u00f1atas&#8216;. An einer Schnur wird jeweils eine &#8218;pi\u00f1ata&#8216; von der Decke herabgelassen. Mit einem Stock soll sie nun &#8218;geknackt&#8216; werden. Das ist nicht ganz einfach, denn jeder hat nur drei Schl\u00e4ge &#8211; und das auch noch mit verbundenen Augen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuerst versuchen die Kinder ihr Gl\u00fcck, dann die Jugendlichen und zuletzt die Erwachsenen; bis alle &#8218;pi\u00f1atas&#8216; geknackt sind und ihr s\u00fc\u00dfer Inhalt verspeist worden ist. Mit Musik, Liedern und einem Tanz klingt die fr\u00f6hliche des Geburtstagsfeier Jesuskindes aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ITALIENIn Italien werden um die Weihnachtszeit verschiedene Feste gefeiert. Am 6.Dezember kommt San Nicola, am 13. Dezember beschenkt Santa Lucia die Kleinen, am 25.Dezember wird Il Bambinello Gesu (Christkind) \u00fcberall in Italien gefeiert, und am 6. Januar freuen sich alle Kinder auf La Befana (die gute Hexe).Am 6. 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